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Name gesucht!

Wie soll das beliebte Maskottchen der Rheininsel heißen? Die Lokale Agenda und die Gemeindeverwaltung veranstalten einen Namenswettbewerb für Kinder

Zur Einstimmung hat Gernot de Mür von der Lokalen Agenda eine schöne Geschichte geschrieben.

„Hallo...“, hörte ich eine leise Stimme sagen. Ich schaute mich um. „Hallo“, hörte ich es wieder rufen. Komisch, ich war doch alleine unterwegs. An einem Gebüsch sah ich, dass sich die Blätter leicht bewegten. Ich ging auf den Busch zu und schob vorsichtig ein paar Zweige zur Seite. Da sah ich es. Ein kleines Wildschwein hatte sich im Dickicht versteckt. Als es mich erblickte, wich es erschrocken zurück, kam dann aber wieder vorsichtig zum Vorschein. Seine kleine Schnauze mit dem Rüssel, durch den es ruckartig die Luft einsaugte, um etwas von meinem Geruch zu erhaschen, schob es langsam voraus.
„Na“, sagte ich im Scherz zu dem Frischling, „hast du nach mir gerufen?“ „Ja“, antwortete das Wildschwein. Jetzt erschrak ich, ließ die Zweige los und ging einen Schritt zurück. Ein sprechendes Wildschwein. Träumte ich oder stimmte etwas mit meinen Kopf nicht? Ich fasste mir an die Stirn. Die Temperatur war ganz normal.
Das Schweinchen streckte die Schnauze aus dem Gebüsch heraus. „Ist dir nicht gut?“, fragte es. „Alles in Ordnung“, sagte ich und nahm meinen ganzen Mut zusammen. „Kannst du wirklich sprechen?“ „Ich hab es von den vielen Zweibeinern gelernt, die hier auf der Rheininsel herumlaufen. Ich bin oft im Gebüsch gesessen und habe ihnen zugehört, wenn sie sich unterhielten. So habe ich recht schnell sprechen gelernt.“ „Aha“, sagte ich und konnte das Ganze nicht so richtig glauben. „Manchmal haben die Zweibeiner noch Vierbeiner dabei, die sehen aus wie Füchse und werden Hunde genannt“, redete das Wildschwein weiter. „Da muss ich immer besonders vorsichtig sein, vor allem, wenn die Hunde nicht an der Leine sind. Einmal kam einer in mein Gebüsch und wollte mich beißen. Da habe ich mit lauter Stimme „Sitz“ gerufen. Der Hund hat dann überrascht geguckt, sich hingesetzt und ich konnte unversehrt verschwinden.“
Das kleine Wildschwein schien nicht gefährlich zu sein. Also fragte ich: „Wo ist denn deine Familie?“ Ich schaute mich um, ob nicht eine Rotte Wildschweine, vielleicht noch mit einem großen Keiler, hinter mir stand, um das junge Schweinchen gegen mich zu verteidigen. Mit Wildschweinen ist in so einem Fall nicht zu spaßen. Aber außer uns beiden war niemand da. „Oh, das ist eine lange Geschichte.“ Ein trauriger Ton lag jetzt in der Stimme des Schweinchens. „Es war vor einigen Wochen. Wir lagen gemütlich an unsere Mutter gekuschelt in unserem Kessel, so nennen wir die Kuhle im Boden, in die wir uns zum Schlafen legen. Es war am Abend. Gerade war es dunkel geworden, als wir laute Schreie hörten. Das Geschrei kam immer näher. Es waren junge Zweibeiner, die durch den Wald liefen. Als spritzend eine rote Getränkebüchse dicht neben uns auf den Boden knallte, gab meine Mutter das Zeichen zum Aufbruch. Die ganze Rotte setzte sich in Bewegung. Fünf Bachen mit ihren Jungen und einige Jungschweine rasten durch das dunkle Unterholz. Die Zweibeiner versuchten, uns zu folgen. Ich rannte hinter meinen Geschwistern her, mit Blick auf das Schwänzchen des Vordermanns und immer dem Geruch meiner Mutter folgend. Dann bin ich gestolpert und hing für kurze Zeit im Gestrüpp fest. Als ich mich wieder befreit hatte, war meine Familie schon ein ganzes Stück entfernt. Ich folgte den Geräuschen, die sie machten. Dann hörte ich ein lautes Platschen. Meine Familie war ins Wasser gesprungen und durch den Altrhein ans andere Ufer geschwommen. Als ich zum Wasser kam, war keiner mehr zu sehen oder zu hören und durch das Wasser konnte ich ihrer Spur nicht mehr folgen. So blieb ich allein zurück.“
„Und was machst du jetzt, ohne deine Familie?“, fragte ich das Schweinchen. „Ach, ich komme ganz gut zurecht. Hier auf der Rheininsel lässt es sich gut leben. Zu fressen gibt es genug. Natürlich vermisse ich meine Familie, aber was mich richtig traurig macht ist, dass ich noch keinen Namen habe. Alle Zweibeiner haben einen Namen, sogar ihre Hunde haben Namen. Deshalb möchte ich auch einen Namen haben. Kannst du mir dabei helfen, einen Namen zu finden?“ „Hmm“, sagte ich, „da muss ich mal überlegen, was ich da machen kann...“

Liebe Kinder!
Könnt ihr helfen, einen geeigneten Namen für das kleine Wildschwein zu finden? Schickt euren Vorschlag per Post - unter dem Stichwort „Namenswettbewerb“ - an das Rathaus oder auch per E-Mail an sabine.janson@ketsch.de
Wir werden alle Ideen sammeln und eine Jury wird dann entscheiden, welcher Vorschlag genommen wird. Natürlich gibt es etwas zu gewinnen!
Das Schweinchen werdet ihr in wenigen Monaten wiedersehen, denn es soll im Mittelpunkt unserer Kinderseite stehen, die wir im Herbst in unseren „Ketscher Nachrichten“ beginnen. Auch hier auf unserer Homepage werdet ihr es dann finden!

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