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100. Geburtstag

Feierstunde im Rathaus für Lieselotte Maurer

Das Kaleidoskop des Lebens hat unendlich viele Farben und leuchtet manchmal besonders hell. Eine solche Sternstunde wurde Lieselotte Maurer zuteil, die am 2. Mai ihren 100. Geburtstag feiern durfte. Hierzu war sie - zusammen mit Familie und Freunden - ins Rathaus eingeladen worden.

„Bis ins hohe Alter aktiv bleiben zu kön­nen, ist nicht nur ein Geschenk und eine besondere Gnade, sondern es hat auch viel mit der Lebenseinstellung zu tun“, machte Bürgermeister Jürgen Kappen­stein in seiner Ansprache deutlich und nannte als Bausteine des Glücks: Optimis­mus, Gesundheit, Begeisterungsfähigkeit, wachsames Interesse und eine intakte Familie. Zehn Lebensjahrzehnte seien wie eine Wundertüte - prall gefüllt mit unver­gesslichen Augenblicken, mit guten und schlechten Tagen, mit Liebe und Trauer, mit Hoffnung und Zuversicht.
Bürgermeister Kappenstein kam sodann auf einzelne Lebensstationen der Jubila­rin zu sprechen und erinnerte unter ande­rem an ihre Verlobung und Hochzeit mit Karl Maurer in Brühl, an ihre Arbeitsjahre - unter anderem als „Konsum“-Filialleiterin - und an die Geburten ihrer drei Töchter. Doch auch außerhalb der Familie sei ihr Engagement nicht zu bremsen gewesen, denn 1960 habe sie die Bildung einer Gruppe der katholischen Frauengemein­schaft in Brühl ermöglicht, wo sie 20 Jahre lang den Vorsitz übernahm. Zu den Aktio­nen, die sie ins Leben rief, gehörten 1964 der Gymnastikkurs und 1971 die Bastel-und Handarbeitskurse zur Bereicherung von Ausstellungen und Veranstaltungen.
„Die Lebensfreude von Lieselotte Maurer war auch mit 61 Jahren groß und so grün­dete sie zusammen mit ihrem Mann das Katholische Altenwerk Brühl, das sie bis 1993 leiteten“, fuhr Bürgermeister Kap­penstein fort und machte deutlich, dass diese Aufgabe mit spürbarem Engage­ment wahrgenommen wurde: Hierzu ge­hörten Konzerte, Vorträge zu Politik, Ge­sundheit und Bildung, Gymnastikgruppe, Kegelclub und Organisation von Reisen.
Trotz aller Aktivitäten habe die Familie immer an erster Stelle gestanden - 1992 erblickte Enkel Marius das Licht der Welt und 2007 feierten Lieselotte und Karl Maurer eiserne Hochzeit.
Seit März 2013 wohne die Jubilarin im Se­niorenheim Avendi in Ketsch. Dort nehme sie regelmäßig an den Kursen Singen und Basteln teil, spiele Bingo und besuche Le­sungen. Lediglich den Gymnastikkurs und Zumba schwänze sie inzwischen, „aber das, liebe Frau Maurer, steht Ihnen zu“, schmunzelte Bürgermeister Kappenstein. Verbunden mit den herzlichsten Glück­wünschen überreichte er die Geburts­tagsgeschenke der Gemeinde und verlas die Urkunde von Ministerpräsident Win­fried Kretschmann. Bevor sich Lieselotte Maurer ins Goldene Buch der Gemeinde eintrug, griff Bürgermeister Kappenstein eine kleine Anekdote zu ihrem Vornamen auf: Das erste „e“ von Lieselotte war von amtlicher Seite fälschlicherweise bei der Geburt nicht eingetragen worden. Dies sei erst bei den eingereichten Unterschriften zur Heiratsurkunde bemerkt worden. Bis dahin hatte sie immer mit „Liselotte“ un­terschrieben, wie man es ihr beigebracht hatte. Seit der Korrektur mache sie beim Schreiben ihres Vornamens immer eine Pause nach dem „i“, um dann „richtig“ wei­ter zu schreiben.
In die Schar der Gratulanten, darunter auch der Brühler Bürgermeister Dr. Ralf Göck, reihte sich Pfarrer Erwin Bertsch gerne ein, der die Geburtstagsurkunde des Erzbischofs sowie Glück- und Segenswünsche der ka­tholischen Seelsorgeeinheit Brühl-Ketsch überbrachte. Sehr persönliche Worte spra­chen Familienangehörige der Jubilarin und brachten mit lyrischen Zeilen Wert­schätzung und Liebe für ihre Mutter und Schwester zum Ausdruck.
Dank für jahrzehntelange Treue formu­lierte Anni Körber vom VdK Brühl und hob hervor, dass Lieselotte Maurer viel dazu beigetragen habe, dass sich der Verband für jene einsetzen kann, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Weitere Glückwünsche, verbunden mit Dank und Anerkennung, überbrachten Maria Becker vom Team des Katholischen Altenwerks Brühl-Ketsch sowie amtierende und ehe­malige Vorstände des CDU-Ortsverbandes Brühl, die ihr jahrzehntelanges Mitglied Lieselotte Maurer charmant als ihren „Goldstern“ titulierten.
Musikalisch anspruchsvoll umrahmt wurde die Feierstunde von Sina Merkel (Querflöte) und Kazuko Uehara-Bischof (E-Piano), die mit virtuosen Klängen zu begeistern wussten. Bei einem kleinen Im­biss blieb genügend Zeit für nette Gesprä­che und weitere herzliche Glückwünsche, die Lieselotte Maurer mit fröhlichem Lä­cheln entgegennahm. sas

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