Sie sind hier: Startseite / Aktuelles / Sonstiges / Planspiel

Neurottschule

Neuntklässler sammelten erste politische Erfahrungen

Wie läuft eine Gemeinderatssitzung ab? Nach welchen Kriterien werden Entschei­dungen getroffen? Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Neurottschule konnten diesbezüglich Erfahrungen sam­meln, denn sie durften im Sitzungssaal eine Gemeinderatssitzung erleben - nicht als passive Zuschauer, sondern als Mitglie­der des Gremiums! Bürgermeister Jürgen Kappenstein hieß die 14- bis 16-Jährigen willkommen und machte deutlich, dass es wichtig sei zu lernen, sich über ein Thema eine Meinung zu bilden und diese dann auch zu vertreten.
Für das Planspiel zur Kommunalpolitik wurden Gruppen gebildet, die jeweils Aufgaben zugeteilt bekamen. Ausgangs­punkt war die Fragestellung „Höhere Eintrittspreise für das Freibad in Neckar­dorf?“ Für diese erfundene Stadt wurde eine Oberbürgermeisterin bestimmt und es wurden mehrere fiktive Parteien und ihre Vertreter festgelegt. Anhand eines Rollenblattes erfuhren die jeweiligen Teil­nehmer, welches Profil ihre Partei hat und welche Ziele sie verfolgt. Entlang dieser Vorgaben galt es, Statements für oder ge­gen die Erhöhung der Eintrittspreise zu finden. Die Gruppen zogen sich zunächst zur Beratung zurück, um das Thema zu erörtern. An allen Tischen gab es lebhafte Diskussionen und es wurden eifrig Noti­zen gemacht.
Bei der „Gemeinderatssitzung“ trugen die Fraktionen dann ihre Ansichten vor. Argu­mente wurden ausgetauscht und an Ideen mangelte es nicht! Unter anderem wurde vorgeschlagen, im Freibad eine Raucher­zone einzuführen, größere Mülltonnen mit Aschenbechern aufzustellen und die letzten eineinhalb Stunden freien Eintritt zu gewähren. Die Schülerinnen und Schü­ler diskutierten sowohl sachlich als auch emotional und vertraten mit Nachdruck ihre Standpunkte - mitunter auch laut­stark, so dass die Oberbürgermeisterin ein Machtwort sprechen musste.
Nachdem die Fraktionen ihre Vorschläge zu den neuen Eintrittspreisen mitgeteilt hatten, wurde über jeden Punkt geson­dert abgestimmt. Eine deutliche Mehr­heit gab es lediglich für die Idee, täglich die letzten 90 Minuten freien Eintritt zu gewähren. Für alle anderen Vorschläge wurde keine Mehrheit gefunden, so dass letztendlich die Freibadpreise nicht geän­dert werden konnten.
Für die Einsatzbereitschaft der Jugend­lichen gab es ein großes Lob von Lehre­rin Nancy Humbert-Klein und von den Mitgliedern der Landes­zentrale für politische Bildung, die das Projekt begleiteten. Hauptamts­leiter Ulrich Knörzer infor­mierte abschließend über den Ketscher Jugendbei­rat und erinnerte an die bisherigen erfolgreichen Projekte dieses engagier­ten Gremiums. sas
 

Kontakt

Gemeinde Ketsch
Hockenheimer Straße 5
68775 Ketsch

Tel.: 06202/606-0
Fax.: 06202/606-116


E-Mail an die Redaktion Homepage: redaktion-homepage@ketsch.de

Service

Einheitliche Behördennummer für alle Fragen rund um Dienstleistungen und Verwaltung:

Länderübergreifender Zugang für Bürger und Unternehmen zu den Verwaltungsleistungen in der Rhein-Neckar-Region: www.verwaltungsdurchklick.de