Neujahrsempfang
Ansprache, Musik und Tanz
Lachen und erzählen im herzlichen Miteinander: In einer ungezwungenen, von Gemeinsinn erfüllten Atmosphäre war die Rheinhalle am Sonntagvormittag umhüllt von guten Wünschen. Bürgermeister Timo Wangler, seine Frau Katja und Tochter Mona wurden nicht müde, jeder Bürgerin und jedem Bürger ein glückliches neues Jahr zu wünschen. Ebenso herzlich willkommen geheißen wurden die Gäste von Schornsteinfegermeister Stefan Wilmers, der kleine Glücksbringer verschenkte.
Die Zahl der Ehrengäste beim Neujahrsempfang war groß und reichte von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, von Vereinen, Kirchen, Polizei, Schulen, Kindergärten und Feuerwehr bis hin zu Gemeinderäten. Ein besonderer Willkommensgruß ging unter anderen an die beiden Ehrenbürger Jürgen Kappenstein, Bürgermeister i.R., und Helena Moser, an Jürgen Kugler, Vorsitzender der IG Ketscher Vereine, und an den Oftersheimer Bürgermeister Pascal Seidel, der in Vertretung des gesamten Bürgermeistersprengels gekommen war.
Bürgermeister Wangler freute sich über die große Besucherschar mit rund 500 Bürgerinnen und Bürgern und dankte allen, die zum Gelingen der ersten Gemeindeveranstaltung im neuen Jahr beitrugen. In einer kurzweiligen Ansprache ließ Bürgermeister Wangler sodann das vergangene Jahr Revue passieren.
Zur Einstimmung wurde der neue Imagefilm gezeigt, der anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Jumelage mit Trélazé entstanden war. Anschließend legte Bürgermeister Wangler den Fokus auf das Vereinsgeschehen und die vielen gelungenen Veranstaltungen 2025. Die exemplarische Aufzählung der letztjährigen Vereinsfeste spiegelte eindrucksvoll die Vielfalt und das Wirken der Ketscher Vereine wider. „Diese Aktivitäten und dieses Engagement der Vereine sind tragende Bausteine der Ketscher Gemeinde. Unsere Vereine fördern maßgeblich den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft“, lobte Bürgermeister Wangler - und der tosende Applaus des Publikums gab ihm recht.
In seinem Rückblick kam Bürgermeister Wangler auf die nach wie vor schwierige Haushaltslage zu sprechen. Die zunehmende Aufgabenbelastung der Kommunen und die daraus resultierenden Aufgaben schränke die Gemeinden in ihren Handlungsmöglichkeiten immer mehr ein. Diese Sorgen gebe es nicht nur in Ketsch: 50 von 54 Kreiskommunen hatten in der Haushaltsplanung 2025 keinen ausgeglichenen Haushalt. „Vieles, das wir gerne getan hätten, konnten wir aus finanziellen Gründen nicht tun. Und vieles, das wir gerne nicht getan hätten, mussten wir aus finanziellen Gründen tun“, unterstrich Bürgermeister Wangler. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen und einem Rückgang der Gewerbesteuer um rund eine Million Euro in Jahr 2025 sei es gelungen, Maßnahmen und Projekte umzusetzen. Bürgermeister Wangler erinnerte unter anderem an die Einweihung der Calisthenics-Anlage, die neue Gemeinde-Homepage, die Umgestaltung des ersten Bauabschnitts in der Enderlestraße, die Teilerneuerung des Daches in der Neurottschule und die Verbesserung der Lade-Infrastruktur.
Bei seinem Ausblick auf 2026 lud Bürgermeister Wangler zunächst zu mehreren Veranstaltungen ein, bevor er nochmals auf die finanzielle Situation der Gemeinde zu sprechen kam. Die Ausgangslage 2026 habe sich gegenüber dem Jahr 2025 verbessert. Der Anteil der vom Bund bereitgestellten Sondermittel betrage für Ketsch 8,5 Millionen Euro für die kommenden 12 Jahre. Dadurch biete sich die Möglichkeit, die notwendigsten Investitionsmaßnahmen in den Jahren 2026 und 2027 anzugehen. Hierzu gehöre auf jeden Fall auch die Erweiterung der Schülerbetreuung an der Neurottschule. Über weitere Maßnahmen werde der Gemeinderat in der kommenden Finanz- und Verwaltungsausschuss beraten.
Für eine klangvolle Umrahmung des Empfangs sorgte in bewährter Weise der Musikverein 1929 unter der Leitung von Arrius Wagner. Mit Liedern und Texten überbrachten die Sternsinger Gottes Segen, bekundeten ihr Nein gegen Kinderarbeit, ihr Ja für die Schulbildung und sammelten Spenden, dieses Mal vor allem für Kinder in Bangladesh. Einen weiteren Glanzpunkt im Begleitprogramm setzte die KG Narrhalla. Prinzessin Jennifer II. trug die elf Paragraphen ihrer närrischen Regierungserklärung vor und forderte unter anderem, das Bruchgelände in „Jennifer-II.-Platz“ umzubenennen. Des Weiteren wusste die Aktiven-Schautanzgarde mit einer tollen Choreographie zu begeistern. Nicht fehlen durfte die Verteilung des Narrhalla-Jahresordens an Personen des öffentlichen Lebens.
Nach diesem heiteren Abschluss blieb Zeit, um in geselliger Runde zu plaudern und gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2026 anzustoßen. sas/Fotos: Janson
