Frühschoppen
Verbundenheit zwischen Fischerei und Gemeinde
„Es hat seinen Grund, wenn der Angelsportverein dieses Fest veranstaltet, denn es soll damit die geschichtliche Entwicklung dieser Gemeinde besonders unterstrichen werden. Alte Schriften beweisen, dass Ketsch ursprünglich ein kleines Fischerdorf gewesen war und es soll durch diese Fischerfeste den Gründern der Gemeinde ein bleibendes Denkmal gesetzt werden“, zitierte Bürgermeister Timo Wangler in seiner Ansprache aus dem Grußwort von Bürgermeister Ferdinand Schmid zum dritten Backfischfest im Jahre 1954. Das Backfischfest habe sich im vergangenen dreiviertel Jahrhundert prächtig entwickelt und die Ketscher können stolz darauf sein, unterstrich Bürgermeister Wangler und fügte - verbunden mit dem Dank an die Organisatoren sowie an alle Helferinnen und Helfer - hinzu: „Huldigen wir den Gründern der Gemeinde Ketsch und allen, die in den vergangenen Jahrzehnten zum Gelingen und Erhalt dieses Festes beitragen haben!“
Im Reigen der Geselligkeit traf man sich am ersten Festsonntag auf Einladung des ASV, um beisammen zu sein und den Alltag zu vergessen. ASV-Vorsitzende Nina Kaufmann-Gregor hob die Verbundenheit von Verein und Gemeinde hervor, präsentierte die Würdenträger des Festes und wünschte allen Gästen angenehme Stunden mit netten Gesprächen.
Bürgermeister Wangler hieß als Schirmherr die Ehrengäste willkommen. Ein besonderer Gruß ging an Ehrenbürgerin Helena Moser, an Bürgermeister i.R. und Ehrenbürger Jürgen Kappenstein sowie an Landrat Manuel Just. Des Weiteren begrüßte Timo Wangler Hedi Wirnshofer, mehrere Bürgermeisterkollegen, Gemeinderäte, Vertreter der örtlichen Wirtschaft, der Sicherheitsorgane, der Banken und Schulen. Bei einem gemeinsam gesungenen fröhlichen „Prosit der Gemütlichkeit“ wurden sodann die Krüge erhoben.
Vergnügliche Songtexte
Mit der vierköpfigen „Ron Prinz Kombo“ war beim Frühschoppen erneut eine Band zu Gast, die bestens zu unterhalten verstand. Lebensweisheiten, alltägliche Situationen, Vorurteile und sogar Umweltaspekte und Klimawandel wurden in genialer Manier in kurpfälzische Texte verpackt und zu bekannten Melodien gesungen. Mit diesen „Welthits uff Kurpfälzisch“ wusste die Hockenheimer Band um Sängerin Anne Geser ihr Publikum zu begeistern. So wurde der Song „It‘s Now Or Never“ von Elvis Presley zu einer Hymne auf Oliver Kahn. „Under The Boardwalk“ von The Drifters erinnerte an das Ritual des samstäglichen Badens - „Ja, Ja, Die Boadwann“ und bei „Werner In Der Nacht“ („Havanna“) ging es Werner und seinen nächtlichen Eskapaden an den Kragen. Die Melodie zu „A Teenager In Love“ von Dion DiMucci wurde zur Ode an den „Letzten Teenager Im Dorf“!
Für reichlich Spaß sorgte auch das „Day-O“ aus Harry Belafontes Song „Banana Boat“, das bei der „Ron Prinz Kombo“ zum „Deo“ wurde - und der Aufforderung, dieses zu benutzen: „Schmier dich ein und dann stinkscht net so...“
Es wurde viel gelacht, und in netter Runde nutzten die Gäste die schöne Gelegenheit, sich den leckeren Backfisch schmecken zu lassen. sas/Fotos: Janson

