25. Fischerstechen

Spannende Wettkämpfe und viel Dankbarkeit

Zwei Boote mit den Stechern, wobei ein Stecher ins Wasser stürzt

Sie kamen, ruderten, stachen und siegten - die einen mit mehr Grazie und Anmut, die anderen mit Kraft und Ausdauer: Standsicherheit bewiesen sie alle! Beim 25. Fischerstechen dominierten einmal mehr Fairness, Spaß und sportlicher Ehrgeiz, und die Organisatoren konnten stolz auf diese abermals gelungene Veranstaltung sein!

„Poseidons Töchter“ haben sich fest in die Geschichte des Fischerstechens geschrieben. Nach 2014, 2015, 2016, 2023 und 2025 standen die Töchter des Wassergottes aus dem Olymp nun zum sechsten Mal auf dem Siegertreppchen! Bis zum Finale der Männer sah es so aus, dass erneut auch die Barbaren - dieses Mal unter dem Namen „Dankbar-baren“ den Sieg holen. Doch in diesem Jahr wurden die sechsfachen Gewinner von der Mannschaft „Ketsch‘s Finest“ auf den zweiten Platz verwiesen. Gleich zum Auftakt am Freitag hatten die „Dankbar-baren“ ihrem Namen alle Ehre gemacht. In charmanter Weise würdigten sie die Arbeit des Orga-Teams - und Claudia Rapp durfte sogar bei einem Wettkampf im Boot mit dabei sein.

Sonderpokal für Klaus Limbeck

Zahlreiche Gäste tummelten sich am Ufer der Badestelle und verfolgten bei sommerlichen Temperaturen das Fischerstechen, das unter der bewährten Organisation der TSG-Handballabteilung Männer - allen voran Konrad Kemptner und Ralf Rapp - ausgetragen wurde. Und auch wenn der Auftakt am Freitag mit kräftigem Regen begann, konnten kurze Zeit später die Vorrunden-Wettkämpfe wie geplant beginnen. Gut gelaunt und mit fantasievollen Kostümen stellten sich 7 Damen- und 13 Herrenmannschaften der Herausforderung auf dem Wasser.

Bei der traditionellen Kostümprämierung fiel der Jury eine Entscheidung nicht leicht, denn viele Mannschaften hatten Kreativität bewiesen. Den ersten Platz bei den Frauen belegten die „Ketschingo Girls“ in kräftigem Pink, gefolgt von der „Zauberhaften Verwandtschaft“ und „Poseidons Töchter“. Bei den Männern überzeugten die „Ketscher Buwe“ als Enderle. Auf Platz 2 kamen die „Vaia-Nass“ und auf Platz 3 „Mario Stechbrothers“.

Feucht-fröhlich ging es auf dem Wasser zur: Vor den Augen der Schiedsrichter mit Zunftmeister Jens Kochendörfer sorgten die Stechenden für spannende Begegnungen, die teilweise immer wieder in die Verlängerung gingen. Die Zuschauer am See - und im See mit Tretbooten, Luftmatratzen und Schlauchbooten - feuerten die Mannschaften kräftig an und hatten Trommelwirbel und kesse Sprüche parat.

Bei den Damenmannschaften kämpften „Poseidons Töchter“ und die „Neulinge“ der „New Orange Crew“ um den Sieg. Die Erfahrung war stärker und so durfte die Mannschaft des Wassergottes mit Janine Ries, Alina Mocsnek, Lisa Heußler-Gärtner und Alisa Mazur nach einem kurzen Wettkampf das Siegertreppchen besteigen. Platz 3 erklomm „FC Liewa am Pool“.

Das Finale bei den Männern blieb spannend und erst in der dritten Verlängerung fiel die Entscheidung: Die „Dankbar-baren“ unterlagen der Mannschaft „Ketsch‘s Finest“ mit Lucas Kartmann, Andre Kochendörfer und Christoph Dörr. Auf Platz 3 kam „Vaia Nass“.

Zusammen mit dem Schirmherrn Bürgermeister Timo Wangler wurden bei der Siegerehrung Urkunden, Pokale und Präsente überreicht. Einen Sonderpokal gab es für Klaus Limbeck („Utz“), der bei allen 25 Fischerstechen mitgemacht hatte. Im Trubel der Pokale machte sich auch ein bisschen Wehmut breit, denn es war das letzte Fischerstechen, das von der TSG-Handballabteilung veranstaltet wurde. Gerne erinnerte man sich an das vom Sportfischerclub organisierte erste Fischerstechen anlässlich der 850-Jahrfeier. Ab 2001 hatte dann die TSG übernommen. Herzliche Dankesworte gab es: rückblickend für die Bürgermeister Hans Wirnshofer und Jürgen Kappenstein sowie aktuell für den Schirmherrn, für DJ Wolfgang Berger („Wolle“), die Organisatoren und sämtliche Helferinnen und Helfer.

Bürgermeister Wangler brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass ein neuer Ausrichter des Fischerstechens gefunden wird. Die TSG sicherte Unterstützung zu.

Einer lieben Tradition folgend, schnappten sich die Gewinner das Organisatorenteam samt Bürgermeister und sprangen mit ihnen übermütig in den See, bevor bei der „Beachparty Reloaded“ mächtig gefeiert wurde. sas/Foto: Janson

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