Dreitägige Kerwe

Live-Musik, Gaumenfreuden und Zauberkunst

Timo Wangler und Gunnar Wagner prosten sich beim Bieranstich zu

Ein Auftakt nach Maß: Zur Eröffnung der Kerwe waren zahlreiche Besucherinnen und Besucher gekommen, um gemeinsam zu feiern. Gute Laune hatten alle mitgebracht, und die „Ketscher Hewwlguggler“ setzten, unter der Leitung von Holger Mohr, mit bekannten Hits wie „Let‘s twist again“ und „Let‘s dance“ einen gelungenen rhythmischen Startpunkt an das heitere Miteinander. Schirmherr Bürgermeister Timo Wangler hieß zur Eröffnung die Gäste, darunter Ehrenbürgerin Helena Moser, willkommen und sprach dem Verein ein herzliches Dankeschön aus: „Die „Ketscher Hewwlguggler“ zeichnen seit einem Vierteljahrhundert für unsere Ketscher Kerwe verantwortlich und erhalten damit ein wichtiges Brauchtum.“ Dies sei eine große Verantwortung, die mit Bravour gemeistert werde. „Wir hoffen auf die nächsten 25 Jahre!“, schmunzelte Bürgermeister Wangler, bevor er - im Beisein von Gunnar Wagner, Vorsitzendem der „Hewwlguggler“, beherzt zum Hammer griff. Mit viel Schwung holte Bürgermeister Wangler aus, um den Gerstensaft mit einem gezielten Schlag zum Fließen zu bringen. Im Nu wurden die Bierkrüge gefüllt und die „Hewwlguggler“ spielten bei feucht-fröhlicher Stimmung „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ - dafür aber in Ketsch!

Bis zu diesem Zeitpunkt saß Schlumpel „Guggelinchen“ bequem auf einem Stuhl. Zwar stand das Bierfass direkt neben ihr auf dem Tisch, aber sie musste sich gedulden, bis der Gerstensaft in die Gläser geronnen war und sie sich auch einen Schluck kühles Bier gönnen durfte...

Einen besonderen Dank gab es für Erhard Altpeter, der bei der Kerwe seit 25 Jahren unermüdlich am Zapfhahn im Einsatz ist.

Nach der offiziellen Eröffnung war es an der Zeit, die Schlumpel zu ihrem Platz zu bringen. Ohne Frage hatte sie sich bereits bestens amüsiert und freute sich nun darauf, das fröhliche Treiben auf dem Vorplatz sehen zu dürfen. Auf dem Vordach der Rheinhalle war alles vorbereitet, sodass die Kerwe-Dame ihren Aussichtsplatz einnehmen konnte.

Grandiose Premiere

Singender Männerchor

Gleich am Eröffnungstag gab es zwei weitere musikalische Highlights: Der neu gegründete Männerchor „BKA Goldkrabbe“ feierte mit seinem ersten öffentlichen Auftritt unter der Leitung von Stefan Röger eine gelungene Premiere. Die Gäste strömten in Scharen, sodass Bürgermeister Wangler den geplanten Auftritt kurzerhand in die Rheinhallengaststätte verlegen musste. Dort erlebten rund 300 Fans einen grandiosen Auftritt, der an Stimmung kaum zu überbieten war. Mit dem Song „Männer“ begeisterte der rund 40 Mann starke Chor vom ersten Ton an. Mitsingen, mitklatschen, tanzen - alles war erlaubt und erwünscht und so verwandelte sich die Rheinhallengaststätte in wenigen Minuten in eine tolle Partymeile, die musikalisch auf „Country Roads“ führte, um „Über den Wolken“ den „Griechischen Wein“ zu genießen. Es war ein tolles Fest und ein umjubelter Auftritt, der klar und deutlich verlangte: da capo!

Abends ging es mit dem abwechslungsreichen Kerwe-Programm weiter: Matze Knebel - bekannt als Sänger von „Tobbmaster Fitsch and the fabulous Fernando Horns“ ließe die Stimmungswogen ebenfalls höherschlagen.

An allen drei Tagen ließen sich die Besucher vielerlei Gaumenfreuden schmecken - ob Schnitzel, Crêpes, Bratwurst oder Pilzrahmtopf mit Semmelknödeln. Und am reichlich bestückten Kuchenbüfett war die Auswahl ebenfalls groß. Sehr begehrt war zudem am Samstag das Wellfleisch, ebenso wie am Sonntag der Tafelspitz und am Montag der Rindfleischsalat. Auch das erneut angebotene Kinder-Menü inklusive Karussellfahrt kam sehr gut an.

Auf dem Rummelplatz vor der Rheinhalle nutzte der Nachwuchs die Gelegenheit, mit dem Kinderkarussell ein paar Runden zu drehen. Des Weiteren lockten mehrere Stände: Dosenwerfen, Süßigkeiten und Pfeilwerfen. Bei Birgit Schotter durften sich die Mädchen und Jungen das Gesicht fantasievoll und bunt schminken lassen!

Zauberer Thomas Jarzombek entführte sonntags in die Welt der Magie und am Kerwemontag sorgte Bernd Bürkle mit Bingo für gute Unterhaltung.

Auch wenn das Wetter herbstlich-trüb und nass war und sich nur am letzten Kerwe-Tag die Sonne zeigte, kamen die Besucher an allen Tagen gerne ins Bruchgelände, um es sich bei den „Ketscher Hewwlgugglern“ gut gehen zu lassen. Einmal mehr hat der Verein tatkräftig unter Beweis gestellt, dass er es bestens versteht, ein solch tolles Fest zu gestalten! sas/Fotos: Janson

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