Feierstunde im Rathaus
Zwei Dienstjubiläen und eine Verabschiedung
„Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will“, formulierte der französische Dichter Francois Rebelais. Brigitta Barth-Engelhart, Susanne Holzinger und Tanja Keilbach sind mit großer Leidenschaft Erzieherinnen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Flamme dieses symbolischen Feuers zum Leuchten zu bringen.
Zum 25-jährigen Dienstjubiläum von Tanja Keilbach und Susanne Holzinger gratulierte Bürgermeister Timo Wangler herzlich. Die Anforderungen an ein Kindergartenteam seien in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Neben gesetzlichen Vorgaben gelte es auch, die Veränderungen in der Gesellschaft zu berücksichtigen. Es sei nicht einfach, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und den Beruf gleichzeitig mit hoher Motivation und Freude auszuüben. „Unseren beiden Jubilarinnen gelingt dies seit 25 Jahren und wir sind stolz auf unsere langjährigen Mitarbeiterinnen“, hob Bürgermeister Wangler hervor.
Dank und Anerkennung wurde auch Brigitta Barth-Engelhart zuteil, die nach mehr als 40 Dienstjahren in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde. „Mit viel Gespür für die Belange der Kinder hat unser „Engele“ tolle Arbeit geleistet“, lobte Kindergartenleiterin Nimonh Kaiser-Patthavong und Bürgermeister Wangler brachte seinen Respekt vor der jahrzehntelangen hohen Einsatzbereitschaft der Erzieherin zum Ausdruck.
Mit einem Blick auf die Lebensläufe kam Bürgermeister Wangler auf die beruflichen Stationen der Jubilarinnen zu sprechen. Susanne Holzinger kam im Jahr 2000 in den Kindergarten Villa Pusteblume nach Ketsch. Nach Abschluss des Anerkennungsjahrs 2001 wurde sie übernommen und ist bis heute im Kindergarten Villa Pusteblume tätig.
Tanja Keilbach war in mehreren Einrichtungen Erzieherin, bevor sie im Jahr 2001 als Gruppenleitung im Kindergarten Villa Pusteblume eingestellt wurde. Auch sie ist nunmehr seit einem Vierteljahrhundert in diesem kommunalen Kindergarten mit spürbarem Eifer im Einsatz.
Brigitta Barth-Engelhart arbeitete ebenfalls in mehreren Einrichtungen, darunter auch im katholischen Kindergarten Sankt Bernhard als Gruppenleiterin. Im Jahr 2002 kam sie in den Kindergarten Villa Pusteblume - zunächst als Urlaubsvertretung - und blieb. Einer ihrer Arbeits-Schwerpunkte war das Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg „Sag mal was - Sprachförderung für Vorschulkinder“.
Leistungen gewürdigt
Nach diesen Rückblicken blieb in heiterer Runde genügend Zeit, um zu plaudern, Erinnerungen wachzurufen und Geschichten aus dem Arbeitsleben in einem Kindergarten zu teilen. „Du wirst von den Kindern sehr vermisst“, sagten Susanne Holzinger und Tanja Keilbach zu Brigitta Barth-Engelhart und ließen keinen Zweifel daran, dass sie in der Villa Pusteblume eine Lücke hinterlässt.
Für den Ruhestand hat Brigitta Barth-Engelhart bereits ein paar Pläne: Zeit für Kino, Treffen mit Freundinnen und Reisen in die Pfalz, an die Mosel oder an den Bodensee. Da Bücher ihr Steckenpferd sind, steht für sie bereits in Überlegung, Vorlesepatin in der Gemeindebücherei zu werden. Und wer weiß - „vielleicht arbeite ich auch stundenweise noch im Kindergarten, beispielsweise im Bereich der Sprachförderung“, ließ Brigitta Barth-Engelhart sich doch noch ein kleines Hintertürchen offen, um als Erzieherin tätig zu sein.
„Insgesamt sind es fast 100 Jahre unermüdliches Engagement in der Kindergartentätigkeit“, würdigte Bürgermeister Wangler zum Abschluss der Feierstunde noch einmal die Leistungen der drei Erzieherinnen und wünschte ihnen alles Gute - sowohl im weiteren Berufsleben als auch für den Ruhestand. sas/Foto: Janson
