Wildtiere unterstützen

Rasenmähen nur am Tag und nicht so oft

Eichhörnchen sitzen im Baum auf einem Ast

Ein Sommer mit hohen Temperaturen bringt nicht nur die Menschen zum Schwitzen. Extreme Hitze bereitet auch der Tierwelt Probleme. Vögel, Igel, Eichhörnchen, Insekten und viele andere Wildtiere finden unter solchen Wetterbedingungen oft nicht mehr genügend Trinkwasser. Schattige Rückzugsorte und Wasserstellen sind daher von enormer Wichtigkeit.

Hier können die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Garten Unterstützung geben: Eine flache Schale mit frischem Wasser bietet Vögeln, Insekten und kleinen Säugetieren eine gute Trinkmöglichkeit. Ein Stein oder ein kleiner Stock in der Schale dient Vögeln und Insekten als Landesplatz. Das Wasser sollte täglich gewechselt und die Schale regelmäßig gereinigt werden - um Bakterien und Krankheitserregern entgegenzuwirken und auch um zu verhindern, dass Tigermückenbrutstätten entstehen.

Heimische Sträucher, Bäume und Blumen spenden Schatten und geben Nahrung und Schutz. Wer auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet und einen Teil des Gartens naturnah wachsen lässt, schafft zusätzlichen Lebensraum für viele Tierarten, denn im Sommer benötigen Vögel die Samen von Wildkräutern. Diese bilden sich, wenn Gräser ungestört wachsen und blühen.

Es ist ebenfalls ratsam, Rasenflächen nur selten zu mähen. Der Rasen schützt Insekten und Käfer vor der Sonne und bietet Versteckmöglichkeiten. Beim Mähen sollten deshalb die Bereiche unter Hecken ausgespart werden. Vor allem sollte nicht in der Dämmerung gemäht werden, wenn Wildtiere wie Igel auf Nahrungssuche gehen und durch ihre Reviere streifen.

Auch Mähroboter sollten nur bei Tag und nicht in den Abendstunden zum Einsatz kommen, denn sie sind eine Gefahr für alle Kleinsäuger! sas/Foto: Bastian