Kriminalstatistik 2025
Verbesserte Aufklärungsquote
Ein interessantes Zahlenwerk bietet die Polizeistatistik für das Jahr 2025. Hier wird die aktuelle Kriminalitätsentwicklung in der Gemeinde Ketsch aufgezeigt, mit den Ergebnissen vergangener Jahre verglichen und ausgewertet. Im Beisein von Bürgermeister Timo Wangler, Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer und Sachgebietsleiterin Larissa Schreiber wurde die Statistik bei einem Gespräch im Rathaus vorgestellt.
„Jeder zweite Fall konnte aufgeklärt werden“, freute sich Polizeioberrätin Sandra Goldschmidt, Leiterin des Polizeireviers Schwetzingen, über die gestiegene Aufklärungsquote von 46,6 auf 54,9 Prozent. Dies sei auch ein Verdienst des starken leistungsfähigen Personals am Polizeiposten Ketsch. 220 Tatverdächtige seien ermittelt worden. Der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sei von 20,2 auf 22,7 leicht gestiegen, der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger hingegen von 31,2 auf 23,6 Prozent gefallen. Auch die Sexualstraftaten seien von 20 auf 13 gesunken, wobei es ausschließlich um die Verbreitung pornographischer Schriften gegangen sei. Bei den Raubdelikten und bei den Körperverletzungsdelikten konnten ebenfalls Rückgänge verzeichnet werden. Von 10,1 auf 14,5 Prozent gestiegen sei der Anteil alkoholisierter Tatverdächtiger. „Hierbei schlagen vor allem die größeren Feste zu Buche“, machte Nils Raddatz deutlich. Dennoch seien die Zahlen in keinem auffälligen Bereich.
Einen minimalen Anstieg gab es bei den Diebstahlsdelikten zu verzeichnen, wobei sich die Gesamtzahl aus verschiedenen Bereichen zusammensetzt: Mit 11 Diebstählen von Kraftfahrzeugen liegt der Wert um das Doppelte höher als der Mittelwert der letzten fünf Jahre. Fahrraddiebstähle jedoch sind von 23 auf 12 Fälle fast um die Hälfte gesunken. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist mit insgesamt 11 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Allerdings hat sich die Anzahl der Tageswohnungseinbruchsdiebstähle verdoppelt. „Die Präventionsarbeit der Polizei wird immer wichtiger“, unterstrich Sandra Goldschmidt. Dies betreffe natürlich die Wohnungseinbrüche - je schwieriger es einem Täter gemacht wird, in eine Wohnung einzubrechen, desto eher wird er davon absehen - aber insbesondere auch die Cyberkriminalität und den Umgang von Kindern mit Social-Media-Foren.
Positive Nachrichten gab es bei den Sachbeschädigungsdelikten: Sie sind von 89 auf 67 Fälle um 24,7 Prozent zurückgegangen. Rauschgiftdelikte gab es 2025 in 18 Fällen - einer mehr als 2024.
Bei der so genannten „Straßenkriminalität“ ist eine Abnahme um rund 20 Prozent von 129 auf 103 Fälle zu verzeichnen. Auch die „Gewaltkriminalität“ und die „Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum“ sind jeweils rückläufig.
Sandra Goldschmidt und Nils Raddatz lobten das Team der Mobilen Jugendarbeit Brühl-Ketsch, das einen wichtigen Beitrag für die Betreuung der Jugendlichen und eine hervorragende Arbeit leiste. Durch die engen Kontakte werde Vertrauen aufgebaut und auch der Polizei gegenüber gewahrt. Das Mobile Team verfüge über gute Kenntnisse der Jugendgruppen.
„Die interkommunale Zusammenarbeit in Ketsch klappt generell hervorragend und ist vorbildlich“, lobte Polizeipostenleiter Nils Raddatz abschließend. sas/Foto: Janson
