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Staudenmischpflanzungen

Rathaus-Vorplatz mit Stauden und Blumen

Mineralmulch im öffentlichen Grün: Im Rahmen der Neukonzeption der öffentlichen Grünanlagen werden - gerade auch in Bereichen stark sonnenexponierter Pflanzflächen - vermehrt ökologisch hochwertige, hitze- und zugleich trockenheitsverträgliche Staudenmischpflanzungen angesiedelt.

Um sich richtig wohlfühlen und gut gedeihen zu können, benötigen solche Pflanzen einen mageren Boden, der vor der Pflanzung hier und da mit Splitt angereichert, in jedem Falle aber mit einer Mineralmulchauflage abgedeckt wird. Dieser Splittmulch hat absolut nichts mit den nach § 21 a Naturschutzgesetz (NatSchG) verbotenen Schottergärten gemein. Anders als bei diesen vermeintlich bequemeren, ökologisch jedoch höchst bedenklichen Steinwüsten kommt bei unseren Staudenmischpflanzungen keine unterirdische Sperrfolie zum Einsatz, die jeglichen Pflanzenaufwuchs zwischen den Steinen unterbinden soll. Die von uns verwendete Splittmulchauflage dient vielmehr der Abmagerung des Bodens und damit dem gesunden Wachstum der darin befindlichen Stauden. Sie schützt den Boden zudem vor Austrocknung und unterstützt darüber hinaus unsere Grünpflegekräfte beim Zurückdrängen unerwünschter Kräuter in den Pflanzflächen.

Zu Beginn einer Staudenmischpflanzung, wenn diese noch ganz neu ist, sieht man zunächst sehr viel Splitt und kaum Grün. Dies ändert sich jedoch mit der Zeit, und bereits nach wenigen Jahren sind die überaus insektenfreundlichen Stauden so dicht gewachsen, dass von dem Splitt nicht mehr viel zu sehen ist. Aus einer anfänglich lebensfeindlich anmutenden Splittfläche ist Lebensraum, Nahrungsquelle und sogar winterliches Refugium für zahlreiche Tiere geworden. Zusätzlich sorgen die Staudenpflanzen gerade an heißen Tagen durch Verdunstung für Abkühlung ihrer Umgebung und tragen so zu einem guten Mikroklima bei.

Was gut ist für die Artenvielfalt und unser Klima, schont obendrein die Gemeindekasse. Das einmalige Mulchen mit Splitt reduziert deutlich den Pflegeaufwand und hilft, kostbares Wasser zu sparen. Ebenso entfällt das fortwährende und kostenaufwendige Mulchen mit organischem Rindenmulch, da die verwendeten Stauden ohnehin nicht allzu viele Nährstoffe mögen. Die Verwendung langfristig stabiler Pflanzenzusammensetzungen trägt schließlich dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung.

Mit unseren Staudenmischpflanzungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Biodiversität und Klimafolgenanpassung. Diese Anpflanzungsform stellt eine super Alternative zu Schottergärten dar, da auch hier der Aufwand für die Pflege in den Folgejahren stark reduziert wird. ds/sas/Fotos: Janson/Stang

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann machen auch Sie mit und gestalten Sie Ihre Vorgärten und Gärten auf diese Weise! Jeder Quadratmeter zählt! Tipps und Staudenkompositionen finden Sie unter folgenden Links:
 Staudenmischungen
 Bund deutscher Staudengärtner


Staudenmischpflanzung vor dem Rathausunmittelbar bei der Neuanlage:

Frisch gepflanzte Stauden



Staudenmischungen vor dem Rathaus im Frühjahr:

Stauden, Tulpen und Osterglocken



Nach dem gleichen Prinzip angelegte Staudenfläche auf dem Marktplatz.  Nach 2 Jahren Standzeit ist hier von der Mineralmulchauflage nichts mehr zu sehen:

bunte Blumenpracht am Marktplatz

Kontakt

Gemeindeverwaltung Ketsch
Hockenheimer Straße 5
68775 Ketsch

Ansprechpartner:
Dominique Stang
Umweltbeauftragter
Telefon:
06202/606-643
E-Mail:
dominique.stang@ketsch.de

Julia Berberig
Klimaschutzmanagerin
Telefon:
06202/606-614
E-Mail:
julia.berberig@ketsch.de

Für den Bereich Staatswald auf der Gemarkung Ketsch ist das Forstrevier Schönhaus in Hockenheim zuständig. Telefonische Sprechstunde mittwochs von 13 bis 14 Uhr.

Revierleiter:
Andreas Kolb

Telefon:
06205/4208
E-Mail:
andreas.kolb@forstbw.de